Produkt-Plus Story

Von der Standard­vorrichtung zur Supervorrichtung

Oder: Wie und warum die Schweißspritzerschutzschicht 
QUADRO-S erfunden wurde.

 

Ohne Automatisierung sind effiziente Produktionsprozesse nicht mehr denkbar. Komponenten wie Vorrichtungen, die sich in einer Schweißzelle oder direkt am Werkstück befinden, nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein. Ihre Funktionalität und Präzision entscheiden mit über Qualität und Prozesssicherheit.

 

Ausgangssituation 

Unser Kunde, ein deutscher Hersteller von Schweißvorrichtungen, wollte seine Vorrichtungen mit Fokus auf Leichtbaukonstruktionen in Roboterschweißanlagen in der Automobilindustrie platzieren. Im rauen Umfeld von Schweißstellen sind Schweißvorrichtungen und Spannmittel jedoch sehr wartungsanfällig.

 

Fordern Sie Ihr gratis Materialmuster der Schweißspritzerschutzschicht hier an.

In 3 Schritten zum IWOT Produkt-Plus
Kick-off

  • Kostenloser telefonischer Erstkontakt / Definition der Aufgabenstellung

Lösung

  • Vor-Ort-Begehung, Analyse der jetzigen Technik
  • Analyse-Meeting mit allen Beteiligten
  • Bericht – Management Summary
  • Festlegung der Handlungsfelder

Umsetzung

  • Entwicklung der Lösung mit Fokus auf Produkt-Plus und Produktionsmehrwert
  • Realisierung der Lösung bis hin zur Serienreife

Der Weg zum IWOT Produkt-Plus

 

Definition der Aufgabenstellung

Im telefonischem Erstkontakt wurden die Eckpunkte der Aufgabenstellung erörtert. Problem bei allen Anlagen- und Bauteilen, die sich in direkter Nähe der Schweißstelle bzw. in der Schweißzelle befinden, sind festgebrannte Schweißspritzer. Aufwändige Wartungsarbeiten mit enormen Maschinenstillstandzeiten sind die Folge. Die festgebrannten Schweißspritzer bauen sich mit der Zeit auf und beeinträchtigen die Funktion der mechanischen Teile massiv. Die Anlagen gehen auf Störung. Oder sie müssen aufwendig gereinigt werden, was Stillstandzeiten mit bis zu einigen Minuten pro geschweißtem Bauteil zur Folge hat. In Serie summiert sich das erheblich. Es besteht akuter Handlungsbedarf, mit einer guten Idee einen sehr attraktiven Markt zu erschließen.

 

Lösung

In einer gemeinsamen Vorortbegehung und einem IWOT Analyse-Meeting mit Schweißvorrichtungshersteller und Automobilzulieferer wurden die Handlungsfelder definiert.

Ein paar typische Fragen aus dem Gesprächsverlauf mit dem Kunden….

  • Wie werden Schweißspritzer normalerweise entfernt?
    Entweder vorsichtig mit leichten Hammerschlägen mechanisch oder mit Winkelschleifern. Oder man wirkt vorab mit Schweiß-Schutz-Spray der Anhaftung entgegen.
  • Welche konventionellen Schutzvorrichtungen kommen infrage?
    Einzig ein Schutz aus Keramik oder Metall könnte die Bauteile und Spannmittel schützen. Eine Lösung mit Keramik wäre jedoch empfindlich bei gelegentlicher Schlagbeanspruchung durch den Roboter beim Be- und Entladen – und damit zu teuer. Eine aus Metall würde das Problem nur auf eine andere Ebene verlagern. Die Schutzvorrichtung müsste ebenfalls von den Schweißspritzern befreit werden. Ein kompletter Austausch wäre zudem nicht ökonomisch.

IWOT stellte die richtigen Fragen und legte die Handlungsfelder fest.

 

Die Anforderungen an die Lösung bzw. an den Schutz sind konkret:

  • der Schutz sollte einen äußerst dünnen Aufbau haben, damit er möglichst aufgabenspezifisch und platzsparend eingesetzt werden kann und die Konturen der Vorrichtung nicht negativ beeinflusst
  • Einfache Handhabbarkeit und lange Lebenszeit
  • Hitzebeständigkeit gegen heiße Partikel
  • Antihafteigenschaft gegenüber Schweißspritzer

 

Kurz: Die Lösung muss serientauglich, nicht brennbar, schnell verfügbar und kosteneffizient sein. Da es sich um automobile Anwendung handelt, sollte der Schutz auch silikonfrei sein!

 

Umsetzung

Und so wurde die QUADRO-S Schweißspritzerschutzschicht für Serienbeschichtung von IWOT weiterentwickelt.

Innovative Basis ist ein besonderer Materialmix. In mehreren Stufen optimierte IWOT einen Keramik-Polymer-Verbundstoff zu einer einzigartigen Schicht, die in wenigen Durchläufen bei IWOT und auf Prototypen beim Kunden getestet und optimiert wurden. Nach einer weiteren Prüfung bei externen Prüfstellen und anschließenden kleinen Korrekturen erfüllte die Beschichtung genau die Anforderungen der Schweißstraßenbetreiber.

Die Schweißspritzer abweisende Schicht kann auf jedes Bauteil mit komplexen 3-dimensionalen Geometrien unabhängig vom Untergrundmaterial aufgebracht werden. Da sie vorwiegend aus Keramik besteht, schützt sie die beschichteten Bauteile zusätzlich gegen Verschleiß. Die Schichtdicke beträgt in der Standardausführung ca. 100 µm. Ein weiterer Vorteil: Der Schichtaufbau ist absolut gleichmäßig. Die partielle Beschichtung erfolgt softwaregesteuert. Auch bei komplexen Bauteilgeometrien ist somit exakte Abgrenzung der zu schützenden Fläche gewährleistet.

 

Und wie steht es aus um Material- und Energieeffizienz?

Ein weiterer Pluspunkt: Einmal aufgebracht bleiben die beschichteten Bauteile langfristig gegen Schweißspritzer geschützt. Der Einsatz chemisch basierter Stoffe, wie Sprays, entfällt und damit auch die Folgekosten, wie Waschen der besprühten Komponenten und Nachbehandlung der belasteten Abwässer.

 

IWOT-Effekt (Produkt-Plus)

Die durch die Beschichtung geschützten Anlagenteile und Spannmittel konnten problemlos in der Fertigung integriert werden. Alle Anforderungen der Arbeitsumgebung wurden erfüllt.

Unser Kunde konnte jetzt neue Märkte und Anwendungen erschließen, d.h. er konnte Betreibern von Schweißanlagen komplexe schweißspritzerresistente Schweißvorrichtungen anbieten, wie sie z.B. beim Schweißen von extrem dünnen Blechen benötigt werden.

Daraus wird sich ein neuer Markt entwickeln. So die Überzeugung unseres Kunden.

Wollen auch Sie neue Märkte mit Ihrem Produktplus erschließen?

Wir gehen diesen Weg täglich mit unseren Kunden und können Ihnen die Strategie dazu liefern, mit der Sie Ihr Ziel erreichen. Wir machen das in einer persönlichen Kick-off-Session.

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