GERLINGEN — Beschichten schont die Ressourcen

Offizieller Eröffnungsempfang im neuen Firmensitz

Von Friederike Diestel

Zum offiziellen Eröffnungsempfang im neuen Firmensitz in der Ditzinger Straße 45 waren nur geladene Gäste, darunter der CDU-Fraktionschef im Landtag, Günther H. Oettinger, sowie der Erste Beigeordnete Gerlingens, Wolfgang Steng, gekommen.

Einer breiten Öffentlichkeit wollen sich "ISOTEC" und "IWOT" zum Ende des Sommers hin bei einem Tag der offenen Tür vorstellen, für den Geschäftsführer Saeed Isfahani schon jetzt die Wort-schöpfung "Tec-Day" verwendet. Schließlich befindet sich die Gesellschaft "ISOTEC", die vor allem Werkstoffe für die Beschichtung von hoch beanspruchten Bauteilen entwickelt, bereits seit 1998 am Gerlinger Ortseingang.
Im vergangenen Jahr rief Isfahani zusätzlich die "IWOT GmbH" ins Leben, die Bauteile beschichtet oder je nach Anforderung behandelt. Kunden haben die beiden Firmen europaweit. Kleine Betriebe mit einer einzelnen defekten Maschine zählen ebenso dazu wie die so genannten "Global Players". Die Oberflächen-beschichtungstechnologie der beiden Firmen kommt meist bei komplizierten Herzstücken von Maschinen zum Einsatz. Denn diese sind oft stark beansprucht und zudem besonderen Reibungen ausgesetzt.
Solche Präzisionsteile werden deshalb mit Keramik oder Hartmetallen beschichtet, um auf diese Weise den Verschleiß zu verlangsamen, Korrosion zu verhindern oder die elektrische Leitfähigkeit zu erhöhen.

Bei Alltagsgegenständen kommen die hoch entwickelten Beschichtungen ebenso zum Einsatz, etwa bei Bratpfannen, Brillengestellen, Bügeleisen oder bei Turbinenschaufeln von Flugzeugen. Firmengründer Isfahani hat an der Technischen Universität Stuttgart Werkstoffkunde studiert und war am Max-Planck-Institut für Materialforschung beschäftigt. Der heute 42-jährige Iraner betont: "Materialien haben bei der Entwicklung der menschlichen Zivilisation immer eine wichtige Rolle gespielt." Er sehe Gerlingen als Anlaufstelle für alle, die in der Frage Orientierung suchten, wie Ressourcen für kommende Generationen geschont werden könnten. Isfahani beschreibt sein Metier im Vergleich zu den klassischen Technologien als "noch sehr jung und deshalb mit umso mehr Potenzial ausgestattet". Dieses Potenzial hatte das Land Baden-Württemberg erkannt, als es befand, "ISOTEC" und "IWOT" für das Wirtschafts-förderungs- und Existenzgründerprogramm zuzulassen und damit den Aufbau der Firmen unterstützen.